Psychose-Seminare

Psychose-Seminare

Ein Psychose-Seminar ist ein Ort des gemeinsamen Erfahrungsaustausches zwischen Menschen aus ganz unterschiedlichen persönlichen oder professionellen Erfahrungsbereichen. Anders als der historisch gewachsene Name es vermuten lässt, geht es bei den Treffen nicht nur um das Thema Psychose, sondern es sind alle Psychiatrie-Erfahrenen, deren Angehörige und beruflich in der Psychiatrie Tätige dazu eingeladen, sich auszutauschen.

Im Mittelpunkt der einzelnen Veranstaltungen steht das gemeinsame Gespräch über persönliche Erfahrungen. Dabei begegnen sich die Mitwirkenden „auf Augenhöhe“ und berichten vom eigenen Erleben. Jeder, der etwas zu dem Gespräch beitragen möchte, ist dazu herzlich eingeladen und auch die, die selbst nichts sagen möchten, sind willkommen.

Die Gespräche sollen dazu beitragen, das Verständnis untereinander zu fördern und voneinander zu lernen. So kann auch eine Stigmatisierung psychisch kranker Menschen nach und nach überwunden werden, denn alle Teilnehmenden sind Expertinnen und Experten in diesem Erfahrungsaustausch.

Seit 2002 fanden die Psychose-Seminare in Witten 1 – 2mal jährlich im Haus Viadukt statt. 2017 haben wir uns mit den Kooperationspartnern Selbsthilfe-Kontaktstelle Witten-Wetter-Herdecke, Sozialpsychiatrischer Dienst Witten, der SoVD Lebenshilfe Witten und Haus Billerbeckstraße / Bethel.regional zusammengeschlossen.

Ab 2018 werden die Psychose-Seminare nun regelmäßig alle zwei Monate an einem neutralen öffentlichen Ort stattfinden. Auch zukünftig wird das Kreisgesundheitsamt Schwelm wie auch in der Vergangenheit dabei finanzielle Förderung leisten. Vielen Dank dafür!

Wann? Jeweils am 3. Dienstag alle zwei Monate von 18.00 Uhr bis etwa 20.00 Uhr: am 20. März, 15. Mai, 17. Juli, 18. September und 20. November 2018

Wo? Im Treff° der Wittener Werkstadt, Mannesmannstr. 6, 58455 Witten

Haben Sie Fragen? Sie erreichen uns in der Kontakt- und Beratungsstelle unter Tel.: 02302 / 58093-44.

Die Themen der bisherigen Psychoseseminare 2002 bis 2017:

  • 2002 Antistigma-Arbeit von unten
  • 2003 Umgang mit Psychopharmaka – Pro und Contra
  • 2005 Gesetz über Hilfen und Schutzmaßnahmen bei Psychischen Krankheiten (PsychKG NRW)
  • 2006 Künstlerisches Schaffen und psychische Erkrankung
  • 2006 Patientenverfügung, Testamentregelung und Existenzsicherung
  • 2007 Einsatz von Tieren zu therapeutischen Zwecken
  • 2008 Die sozialpsychiatrische Versorgung von psychisch kranken Menschen im Alter über 65 Jahre
  • 2009 Das Menü ist angerichtet – Gesunde Ernährung trifft Psychopharmaka
  • 2010 „Selbstachtsamkeit“ Wie geht das? Wie kann ich beginnen?
  • 2011 Unsere natürliche Lebenswelt ist der soziale Raum
  • 2012 Bewegung bewegt und bringt Alles in Fluss
  • 2013 Mehr Wissen über Merkmale und Formen psychischer Störungen und Voneinander- Lernen im Umgang mit der Erkrankung
  • 2014 Psychiatrie und eigenständig leben – geht das?
  • 2015 Eigenverantwortung der Betroffenen – Selbstfürsorge der Angehörigen
  • 2015 Jugendhilfe und Psychiatrie – wie kann eine gute Zusammenarbeit gelingen?
  • 2016 Das „Behinderten-Testament“
  • 2016 Kann man Glück lernen? Neue Lebenswege gehen – mit meiner Krankheit!
  • 2017 Jeder braucht eine sinnvolle Aufgabe! Welche Möglichkeiten gibt es für psychisch kranke Menschen?

Für die regelmäßige Mitwirkung danken wir den ärztlichen Vertretern des St. Elisabeth Krankenhauses Hattingen-Niederwenigern und des Gemeinschaftskrankenhauses Herdecke sowie Psychiatern der ambulanten Versorgung und des Gesundheitsamtes Witten. Weiter danken wir den vielen Referentinnen, Referenten und Mitwirkenden zu den verschiedenen Einzelthemen und dem Kreisgesundheitsamt Schwelm für die regelmäßige finanzielle Förderung.